Wochenrückblick: Yahoo, M$, ein Milliardär in Erklärungsnot und weitere Mitspieler

Endlich kann ich das leidige Thema Yahoo/MSN, das zum Schluß eher ein Trauerspiel Yahoo/Icann war, abschließen; Ein paar kleinere News sind auch mit dabei:
Yahoo/Icann-Soap - Icann knickt ein. Diese Satz ist vom Branchendienst Kress geklaut. Den Milliardär, der bekanntlich nicht mit eigenem Geld arbeitet, geht es nur noch darum das Gesicht zu wahren (s. vorherigen Wochenrückblick). Er darf in den um 3 Mitgliedern erweiterten Verwaltungsrat 4 entsenden, darf mitreden aber nichts entscheiden. Die Frage, mit der sich Icann in den kommenden Monaten beschäftigen wird: Wie bekomme ich mein Aktienpaket wieder los und wie mache ich mein Versagen den Investoren klar.
Yahoo! veröffentlicht bessere Zahlen als erwartet. (Den Maßstab für gut oder schlecht legen nicht deutsche SEO-Blogs fest, sondern der Markt.) Die Aktien von Yahoo! steigen jedenfalls.
Die andere Seite: Der Softwareriese Microsoft koppelt das Online-Geschäft aus und feuert Kevin Johnson (”Die Übernahme von Yahoo! ist perfekt“), der für dieses PR-Desaster verantwortlich ist . Mein persönlicher Tip an Johnson für die Zukunft: Vorher in die Kasse gucken, ob genügend Geld drin ist.
Google - Die USA liegt im tiefsten Sommerloch und schwitzt sich die Grüchte aus den letzten Poren. Der Suchmaschinenriese soll an Digg interessiert sein. Kaufsumme 200 Mio Dollar. Beide Fakten lächerlich.
Pixelpark - Nocheinmal Ausgliederungen, doch auf deutlich niedrigeren Niveau. Das zum Kleinkonzern gewachsene Unternehmen Pixelpark würde seit längerem gerne seine Kommunikationssparte verkaufen (Elephant Seven, Schindler, Parent & Cie., Xplain und MT Digital). Interessenten bitte melden!
XING - Das Business-Network wächst und wächst und wächst. Der Umsatz im letzten Quartal lag bei über 15 Mio. Euro, der Ertrag bei beinahe 6 Mio. Das wäre eine Marge von um die 35 Prozent. Wow!
LinkedIn - Der Konkurrenz aus Übersee sieht seine Felle davon schwimmen, nachdem sich XING praktisch unangreifbar im spanischsprechenden Markt und in Europa (ausnahme UK) festgesetzt hat. Gerade einmal 6 Mio. Mitglieder hat LinkedIn ausserhalb der Staaten. 58 Mio Dollar sollen das Europa-Geschäft ankurbeln. Viel zu wenig.
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Icann ist ein Blutsauger und es ist nur gerecht, dass er auf die Schnauze fällt. Hoffentlich hat er sich einen Großteil des Kapitals geliehen und zahlt saftige Zinsen!