Wochenrückblick: MSN, Yahoo, Focus, Xing, Holtzbrink
Irgendwann in den letzten Monaten ist mir die Rubrik Wochenrückblick abhanden gekommen. Ich knüpfe einfach daran an, wenn auch nicht nahtlos. Für mich persönlich war die Woche spannend genug, auch wenn Spark echte Schlagzeilen vermisst.
MSN - Nach der gescheiterten Übernahme von Yahoo! versucht sich Microsoft an Facebook. Inzwischen ist man in Redmond schauer geworden und sondiert, bevor man eine Übernahme startet. Für schlappe 15 Milliarden soll das Social Network zu haben sein. Wer fragt sich noch, wo der Gegenwert zu suchen ist?
Yahoo - Anders als von vielen erwartet ist der Kurs des Portalanbieters (ist m.E. treffender als “Suchmaschine”) nicht ins Bodenlose gestürzt, auch denn die Höchstwerte vom Januar (34 Dollar) gestern (26 Dollar) noch weit entfernt sind.
Damit ich in Sachen Yahoo! nicht nur auf das Stammland USA verweisen muss: Uwe schreibt über den Relaunch von Yahoo! Video (Deutschland) und bei Yahoo! Search Marketing entfällt der monatliche Mindestumsatz von 20 Euro.
Tomorrow Focus AG - Die Münchner Portalanbieter wachsen um 14 Prozent (Umsatz). Zu verdanken ist das hauptsächlich dem Glückskauf Holydaycheck. Das Urlaubsportal legte gleich um 48 Prozent zu. Zukäufe sollen den Goldesel in Zukunft stützen.
Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass Holydaycheck den Marktbegleiter Urlaub.com für den Schnäppchenpreis von 850.000 Euro übernimmt. Barzahlung aus der Portokasse.
Holtzbrink - Die Online-Ausgabe der altehrwürdigen Wochenzeitung DIE ZEIT kooperiert mit dem Portal Utopia.de. Dort soll sich die Zielgruppe der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) tummeln.
Unter der Adresse 15talents.com ist bald eine Kooperation von DIE ZEIT mit dem Beraterfirma trommsdorf + drüner zu erreichen sein. Zielgruppe: Stundenten. Das passt zur Holtzbin-Beteiligung StudiVZ.
Überhaupt will Dampfer Holtzbrink mit Rammgeschwindigkeit ins digitale Zeitalter. Vize-Chef Jochen Gutbrod gab in der Mittwochsausgabe der Süddeutschen die Parole aus ein wichtiger Spieler im werbefinanzierten Internet werden zu wollen. Wichtig ist Holtzbrink zwar schon, aber die digitalen Medien machen erst 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
XING - Endlich ist die Entstehung des Kunstnamens XING gelüftet: Es ist die lautmalerische Darstellung, wenn die Thaler in der Registerkasse klingeln. “Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 91% auf 7,51 Mio Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt für die ersten drei Monate 2008 2,64 Mio Euro. Am meisten Kohle scheffelte die Community weiterhin mit den Abos: 5,91 Mio Euro brachten die Premium-Mitglieder ein, deren Zahl im Vergleich zum Vorjahresquartal um 58.000 zugelegt hat. Insgesamt sind es nun 420.000 zahlende Mitglieder.” (Zitat Branchendienst Kress)
Nach einer Studie des mir bisher unbekannte Marktforschungsunternehmens Datamonitor sollen sich rund 8,6 Mio Deutsche in Sozialen Netzwerken tummeln. Das hört sich hört sich viel an, relativiert sich aber enorm wenn man den Zusatz liest, dass einfach alle Mitglieder in allen Netzen addiert wurden. Mehrfachmitgliedschaften in einem Netzwerk wurden auch nicht gefiltert. Dann komme ich schon alleine auf 30 Mitgliedschaften.
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