Was man mit Wikia machen kann …

Ein Google Killer will Wikia gar nicht werden, zumindest gibt Mit-Gründer Jimmy Wales im Interview mit W&V einen Marktanteil von fünf Prozent als Zielmarke vor. Auch ein Weltmarktanteil deutlich im einstelligen Bereich ist schon ein ambitioniertes Ziel. ASK überspringt nur in den USA und UK diese Hürde. MSN bewegt sich in dieser Höhenregion. Big G echte Konkurrenz zu machen gehört mehr als ein paar nette Features und eine aktive Community. Gut gepolstert auf Risikokapital (u.a. von Amazon) scheint man es bei Wikia mit dem Aufbau der Suche nicht eilig zu haben. Das muss nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein. Ausserdem - dazu werde ich noch später noch kommen - ist die Suche nur ein Geschäftsfeld.

Bemüht man die Wikia Suche nach deutschen Begriffen, ist das Ergebnis in vielen Fällen unbefriedigend. “Regensburg” war mein Referenzbegriff. Platz 1 eine nicht mehr existente studentische Seite, Platz 3 www.fahrschule-regensburg.de, Platz 4 erst die offizielle Website der Stadt … Werfen wir jedoch einen Blick auf die Community Features, schließlich will Wikia das Wissen der Massen anzapfen. Jeder Suchtreffer kann bewertet werden. Momentan geht diese Wertung allerdings nicht in das Ranking ein, sie wird momentan noch nicht einmal gespeichert. Ein bereits funktionierendes Community Feature ist der “Mini Article”. Nutzer können Sinnvolles zum Suchbegriff (Suchbeispiel Fronberg) hinterlegen. Diese Artikel werden in einen Wiki gespeichert. Ob das gut geht? Lasst die Edit-Wars beginnen … Angemeldete Nutzer können sich verschlagworten, das (hoffentlich vorhandene) Profilbild wird in der rechten Leiste eingeblendet. So können sich Nutzer mit gleichen Interessen finden, SEOs beispielsweise diesen netten Herrn. Nicht ganz nachvollziehbar ist für mich der Nutzen verschiedener Indices. Vielleicht kann hier der frisch gebackene Country Manager mehr dazu sagen.

Kommen wir aber zum bereits prima arbeitenden Geschäftsbereich von Wikia, das Wiki Hosting. Aktuell sind beinahe 600.000 Seiten bei Google im Index. Um an einen eigenen kostenlosen Wiki zu kommen, muss man sich “bewerben” indem man seine Idee kurz vorstellt. Die schlechte Nachricht für SEOs: Alle Links sind NoFollow. Die gute Nachricht für SEOs: Wikia rankt (momentan ausschließlich im englischen Sprachbereich) recht ordentlich bei Google. Aufgefallen ist mir das im Spielebereich, wo Wikia sehr gut aufgestellt ist. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Wikia Wikis auch in Deutschland in den SERPs auftauchen werden. Daher habe ich de.internetmarketing.wikia.com initiiert. Wer mitmachen möchte ist herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

N A C H T R A G: Natürlich ist mir bewusst, dass in Deutschland nach “Online Marketing” gesucht wird und nicht nach “Internet Marketing”, aber ich spekuliere auf Queerverlinkung mit dem hoffentlich bald existierenden englischen Wiki.

N A C H T R A G 2: Die Ergebnisseiten der Wikia Suche lassen sich nicht bookmarken. Das ist alles andere als nutzerfreundlich.

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