Social Media Optimizing (SMO)

Dieser Beitrag ist BETA und wird in den nächsten Tagen laufend ergänzt. Hinweise, Lob und Kritik sind hier im besonderen Maße willkommen.

Social Media Optimizing (SMO) - jeder versteht unter dieser Form des Online-Marketings etwas anderes. Schlägt man bei Wikipedia (deutsch) unter dem Stichwort Social Media Optimizing nach, erhält man zur Zeit eine sehr rudimentäre Erklärung, die dazu m.E. nur einen ganz kleinen Teilbereich betrachtet:

‘Unter Social Media Optimization (auch SMO genannt) versteht man die Optimierung von Webseiten, damit diese leichter bei Social-Media-Diensten aufgenommen werden können.’

An konkreten Maßnahmen werden dabei vorgeschlagen:

‘Dies schließt das Anbieten von RSS-Feeds, Einbindung von Flickr-Gallerien oder YouTube-Videos genau so ein wie etwa das Anbieten von Schaltflächen, um die Seiten leichter bei Social-Bookmarking-Diensten aufnehmen zu können.’

Eine weitere oft zitierte Quelle zu Social Media Optimizing ist Rohit Bhargava, dessen 5 Rules of Social Media Optimization (SMO) auf inzwischen 17 Regeln erweitert wurden.

Die Kernthesen von Bhargava lauten:

Ziehen wir eine Zwischenbilanz, dann bezieht sich SMO anscheinend (vernachlässigen wir den erstmal den Hinweis auf “relevant sites”) nach dieser Definition nur auf “OnPage”-Aktivitäten, die auch noch einseitig auf das Medium Weblog hinauslaufen. Dies greift m.E. aber viel zu kurz. SMO betrifft nicht nur eigene Projekte, sondern es gehört durchaus die Nutzung externer Plattformen dazu. Wenn darin nicht inzwischen das Hauptaugenmerk liegt.

Soziale Software ist durch den “menschlichen Faktor” viel stärker der Gefahr den Manipilation ausgesetzt, als die algo-gesteuerte Varianten. Dies bekommen nun diejenigen Plattformen zu spüren, durch deren Manipulation sich Smogger den größten Vorteil versprechen. Angriffsziel Nummer eins ist zur Zeit die News Community Digg. Professionelle Smogger organisieren teils durch Sockenpuppen und bezahlte Helfer für Auftraggeber Top-Platzierungen von vorher festgelten Meldungen. Die Auftraggeber erwarten sich dadurch ein hohes Besucheraufkommen. Zwar versucht Digg durch Sperrungen von Benutzerkonten die Manipulation einzudämmen, was sich zur Zeit mehr und mehr einem Hase-und-Igel-Spiel entwickelt. Anscheinend sind Unternehmen bereit bis zu 15.000 Dollar für einen Startseitenplatz zu zahlen. Weitaus billiger sind von Smoggern “Startseitenmeldungen” auf Netscape.com und reddit.com zu haben.

Neben diesen News-Communities haben auch die Social Bookmarking Dienste zu kämpfen. Hier liegt das Interesse nicht primär im Bereich des SMO, sondern ist im Bereich des Black hat SEO zu suchen. Je mehr Traffic sich in Zukunft über diese Verzeichnisse generieren lassen, um so mehr werden diese auch ins Visier der Smoggler geraten.

Medien-Communities wie YouTube und Flickr sind fester Bestandteil von SMO-Aktivitäten. Dies kann das klassischen Product Placement in den kleinen Filmchen sein oder offene Werbung. Wie leicht sich beispielsweise die YouTube-Comunity manipulieren lässt, hat der Fall Lonelygirl15 gezeigt … Flickr bietet vor allem Adult-Smoggern eine Plattform. Eine beliebte Strategie ist es, dort Fetisch-Fotos einzusellen und im Profil als Website ein kommerzielles Angebot zu hinterlegen.

MySpace & Co. erleben zur Zeit eine wahr Flut von Fakes und Sockenpuppen. “Beworben” werden hier ebenfalls vor allem Adult-Angebote, Musik, Videos und alles was sich Jugendlichen verkaufen lässt. Saubere SMO-Aktivitäten findet man nur sehr selten.

Alle Beobachtungen zu SMO bezogen sich bisher auf den den US- bzw. den englischsprachigen internationalen Markt. Lohnt sich Social Media Optimizing im deutschsprachigen Raum? Die Antwort muss offen bleiben, denn in manchen Nischen mag SMO durchaus lukrativ sein. In Deutschland ein fester Bestandteil des Online-Marketings zu sein, davon ist SMO noch meilenweit entfernt.

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Kommentare

Für mich bezog sich SMO in der Vergangenheit immer auf eigene Projekt, welche nicht zwingend Blogs darstellten. Maßnahmen der SMO waren dabei Dinge wie dem User vernünftige RSS Feeds zur Verfügung zu stellen, Buttons zum leichteren bookmarken bei Digg und Konsorten einzufügen, Links zum eigenen openBC/Xing Profil zu setzen, Kommentare und Pings ermöglichen, etc.
Also alles Dinge die es dem User ermöglichen Informationen leichter zu beschaffen, diese zu teilen und eben zur interagieren. Dennoch, die Grenzen sind irgendwie fließend…

Wenn eine Firma beispielsweise ein (lustiges) Video auf YouTube bereitstellt in dem ein Produkt platziert wird, handelt es sich dabei dann um SMO weil YouTube eine Community darstellt die von User-generated-Content lebt die auch noch interagieren, oder handelt es sich dabei um virales Marketing. Möglicherweise ist virales Marketing ja auch ein Teil der SMO. Schwierig ….

Na ja, bin mal gespannt was von dir zu dem Thema SMO noch kommt. Der jetztige Artikel gefällt mir schon recht gut - obwohl er Beta ist :)

Gruß
Fabian

Fabian, ich denke SMO und Viral-Marketing ist das Selbe (Beides hat das gleiche Ziel). Wenn ich eins dem anderen unterordnen müsste, würde ich sagen SMO gehöhrt zu VM. Denn SMO wird imho nur im Internet btw. im Web2.0 angewendet und VM kann überall angewendet werden.

M. f. G.
Daniel

[…] Ich bin mir auch nicht sicher, ob ein Einteilung bei SMO sinnvoll ist. Wäre es nicht zweckmäßiger die von der Comunity akzeptierten Maßnahmen als SMO (Social Media Optimizing), die nicht tolerierbaren als SME (Social Media Exploitation) zu bezeichnen? Unter SME ließe sich auch problemlos Forenspam, Kommentarspam (bei Blogs) oder Sockenpuppen (in Communities) unterbringen. […]

[…] Der Beitag Vereinfache das Tagging und Bookmarking deiner Website (SMO-Serie, Teil 2) auf nanoblogs[.de] stellt die Frage wie man im Rahmen von SMO das Tagging weiter vereinfachen kann. Der interessantere Ansatz ist jedoch, dem User zusätzlich das Tagging zu vereinfachen. Wie das geht? Indem man dem User beim Bookmarken bereits eine kurze Beschreibung und die (wünschenswerten) Tags mit an die Hand gibt. Natürlich soll das nicht in einer Bevormundung des Users ausarten – immerhin kann jeder User (glücklicherweise) die Beschreibung und Tags selbst wählen bzw. abändern. […] Über die technische Lösung dieses Tipps bin ich mir noch nicht im Klarem (wäre für jeden Hinweis dankbar). […]

[…] SMM, SMO, SME und … ? 09. Mä;rz 2007 Im Dezember hatte ich mich in einem Beitrag über SMO (Social Media Optimizing) ausgelassen und später die Frage aufgeworfen, wie man denn den Mißbrauch solcher Mitmachplattfomen (SME - Social Media Exploitation) bezeichnen könnte. Was mir immer gefehlt hat war ein Oberbegriff, der eigentlich schon vor SMO da war, nur eben gut versteckt im Word Wide Web: SMM, das Social Media Marketing. […]

[…] Warum wollen den alle nur über StartUps, Web 2.0 und die “neuen” Möglichkeiten sprechen? Warum nicht über die aktuelle Entwicklung im Bereich der WebStandarts (Neue WG für HTML, WHATWG - da gibt es doch einiges zu Berichten). Oder die Lesbarkeit von Texten im Web, SMO, Web Typografie? - StartUps sind auf die Dauer echt langweilig. Und meistens auch erfolglos. « Betamagazin - Erste Ausgabe erhältlich Einen Kommentar schreiben […]

Bisher waren SEO (Search Engine Optimization) und SEM (Search Engine Marketing) die wichtigsten Begriffe in Zusammenhang mit dem Promoten einer Website

[…] Wenn man im Netz nach SMO oder Social Media Optimization sucht, findet man selbst bei der Wikipedia kaum Inhalte. Das hatte auch Matthias Süß schon festgestellt. […]

Ich würde SMO eher als Ergänzung zu SEO sehen.. Die meisten Besucher kommen schließlich immer noch durch die SuMas und i.d.R wird Werbung z.B. bei YouTube zwar flüchtig wahrgenommen, führt aber nur bedingt zu gesteigerten Besucherzahlen.

Bezogen auf die Social Bookmark Services sieht die Sache wieder etwas anders aus, da hier auch direkte Backlinks generiert werden und dadurch auch die Linkpopularität steigt.

…die bedeutenden Social Bookmark-Dienste haben bis auf wenige Ausnahmen auf internen Unterseite fast überall ein rel=”nofollow” für externe Links. Diese Backlinks sind so gut wie wertlos…

@Yh-Hai “Matthias schreibt am 15. Dezember 2006″ … der Beitrag ist schon ein weilchen her, aber zur Grundaussage stehe ich immer noch.

Die Amerikaner haben diese neue Internet Marketing Maßnahme schon längst erkannt.
@ PHP Hamster: warte mal ab, ob in der Zukunft die Besucher wirklich nur noch von den SuMas kommen!

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