SEO, Player Magazin und Markus Franz
Leserbriefe sind normalerweise nicht mein Ding, jedoch werde ich heute für das Player Magazin und Markus Franz eine Ausnahme machen, denn in der aktuellen Ausgabe dieses Printerzeugnisses stellt Markus Franz meinen Berufstand in ein Licht, das entweder nach mitleidig mildem Lächeln oder einem Crashkurs in Suchmaschinenoptimierung schreit.
Player ist ein Lifestylemagazin, das sich auf der Suche nach neuen Leserschichten vor wenigen Wochen neu erfunden hat. Ich gehöre mit meinen 34 Jahren wohl nicht mehr zur Kernzielgruppe, wenn ich mir die Themenauswahl ansehe.
Markus Franz sagt den meisten SEO zu recht wohl nichts. Ganz wenigen SEO dürften den Namen im Footer von Metager2 (ist der Spider immer noch so unterwegs?) gelesen haben. Ansonsten scheint Franz (Kommentare von Johannes lesen) sehr gut in eigen PR zu sein - Mir persönlich ist dieser Suchmaschinen Spezialist (Insiderwitz liebes Player Mag) bisher nicht weiter aufgefallen.
Die Aussagen dieses Spezialisten im aktuellen Player sind mir jetzt einfach ein paar Zeilen wert: “Wenn ich 5000 neue Webseiten herstelle, auf denen Blintext steht, die aber alle auf die Website von Markus Franz verweisen, dann steht diese im Google Ranking weit oben.” Das wird dann laut Player euphemistisch “Suchmaschinen-Optimierung” (Zitat) genannt. Oh tut das weh! Und als Beispiel muss dann wieder einmal BMW herhalten, obwohl gerade hier die Black Hat Methoden primitivster Art aufgeflogen sind.
Besonders freuen dürfte Google folgendes Zitat: “Das Problem ist, dass Google völlig blind ist für Inhalte und dass die Suchergebnisse vergleichsweise alt sind. Deshalb sehen wir so oft die Meldung >Seite nicht auffindbar<".
Vielleicht biete ich ihm einen kostenlosen Crashkurs in SEO an. Anscheinend wohnt Markus Franz in Würzburg. Das wäre ja nicht so weit weg, die Strecke Würzburg-Regensburg sogar via ICE zu bewältigen. Wäre bestimmt witzig.
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Kommentare
[…] Dieses Wochenende ist es mir erst wieder passiert. Obwohl ich nicht nach Ruhm, Anerkennung oder hohem Ansehen trachte ist es manchmal doch etwas seltsam, Leuten die den Computer nur aus dem Fernsehen kennen nicht vermitteln zu können, was man den ganzen Tag über macht. Situation: Wir treffen im gemütlichen Kreis Bekannte wieder und trinken Kaffee. Die Bekannte fragte mich, was ich eigentlich beruflich treibe. Ich entgegnete ihr, dass ich Suchmaschinenoptimierer bin und selbstständig bin. Sie könnte mit dem Thema nichts anfangen und fragte, was das ist. Ich versuchte es ihr GANZ simpel zu erklären (Google ->Seite nach vorne bringen ->Besucher ->Geld durch Bannerklicks). Als ich am  Schluss angekommen war meinte sie dann so: Ach so, du spielst Computer, na dann…dass sich das auch lohnt. ARGH! Nächstes mal speise ich den nächsten Nicht-Internet-Kenner mit einem “Ich optimiere Webseiten auf Provisionsbasis” ab und erfreue mich am Fragezeichen in seinem Gesicht. Aber: Immerhin besser als hätte diejenige diesen Artikel gelesen, über den Matthias sich zu recht aufregt. […]
Manchmal stellt sich mir die Frage, ob diverse Printmedien (ok, auch manche Online Medien) überhaupt journalistische Arbeit leisten oder ob da mal wieder ein Praktikant herangezogen wurde. Es ist doch nun wirklich nicht sooo schwer über ein Gebiet wie SEO zu recherchieren. Es gibt massig Möglichkeiten, vor allem Online (darum geht es wohl auch in dem Artikel), Informationen zu finden. Oder liefert google da auch wieder nur Ergebnisse, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen? Das schlimmste dabei ist nach meiner Meinung noch, dass solche (wahrscheinlich bei ein und derselben Redaktion wohl auch andere) Artikel anscheinend ohne eine Qualitätskontolle veröffentlicht werden.
@Alex
Ich denke auch, dass es wirklich nicht schwer ist im Internet etwas über SEO zu finden (wo denn sonst :-) ), jedoch muss man die Informationen zunächstmal in eine gewisse Struktur bringen, dass man sie versteht.
Hat der liebe Herr hier anscheinend nicht geschafft :-D
Nunja, dieser Franz tut sich, egal wo er auftritt, durch Unwissen und Falschinformationen hervor. Wäre doch ein Wunder, wenn es diesmal anders gelaufen wäre. Immerhin scheinen sich die Qualitäten des Magazins und des “SEOs” nicht viel zu nehmen …
Hallo!
Ich habe die Beispiele mit BMW und Dummy-Seiten nur gebracht, weil man für unbedarfte Leser ja etwas verständliches bringen MUSS. Technische Details sind da wenig hilfreich bei Interviews mit Journalisten - auch wenn diese vielleicht etwas differenzierter sind.
Das Angebot mit dem kostenlosen SEO-Crashkurs nehme ich übrigens gerne an :-)))
Markus

… wie hiess doch gleich noch mal das SEO Kid, das so gut in Eigen-PR war und nun in Paraguay lebt? ;)