Du, sag mal …
Eigentlich wollte ich diesen Beitrag auf meinem privaten Blog veröffentlichen, daher auch der flockige Schreibstil, aber ich denke hier liest doch das Zielpublikum mehr mit.
Ich beantworte, so lange es Beruf + Lust erlauben gerne Fragen fachlicher Art. Aber man sollte meine Gutmütigkeit bitte nicht mit Naivität verwechseln.
So eine Situation aus meinem SEO-Leben, die immer wieder kommt und mich jedes mal aufs Neue erheitert: Anfrage via ICQ … “sagmal kennst du ein paar nette seiten wo man sich profile anlegen kann und etwas trust bekommen kann?” … Natürlich kenne ich solche Seiten. Ich weiss nur nicht wie man darauf kommt, dass ich das Ergebnis von unzähligen, unbezahlten Stunden recht langweiliger Sucherei so locker flockig über den digitalen Äther schicke, so richtig gegenleistungslos?
Einmal abgesehen davon, dass Links aus Profilen nun nicht wirklich der Bringer im Suchmaschinen-Biz sind, möchte ich die Quellen vor Profil-Spam schützen. Natürlich denke ich auch egoistisch: Je mehr SEO davon wissen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Schlupfloch gestopft oder von Google entwertet wird. Manche Intelligenzbestien bloggen sogar darüber, wenn sie durch Zufall (das Glück ist mit den Dummen) auf eine nette Link-Quelle stoßen. Ehrlich, ein Hormonstoß ist nicht für jedes Hirn so positiv.
Noch so eine Situation, auch ein absoluter Klassiker: Nachdem sich einer dieser selbst ernannter SEO via SPIEGEL Online tapfer bis zur ICQ-ID in meinem Impressum vorgekämpft hat: “hey, wie komme ich an den link vom spiegel ran, kannste mir da auch einen besorgen” … Kein Problem, welches Key brauchst du denn? … “ey krass …” Mit einem leisen Blubbern verabschiedet sich der anonyme Anfrager in meiner Sperrliste.
Unter diese Rubrik fallen auch Anfragen (gerne auch per Email) wie “Sie machen doch Wikipedia-Einträge …” oder “Du bist doch DMOZ-Editor, kannste nicht mal …”. An guten Tagen beantworte ich diese Anfragen auch sehr ausführlich, mal mit dem Hinweis auf ein Honorar in fünfstelliger Höhe, was sich (ich lange mir virtuell ans Hirn) manche doch wirklich ernsthaft überlegen. Ironie und Sarkasmus ist eben nicht jedermanns Sache.
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Kommentare
Man könnte ja mal über ein SEO-OSP (Search Engine Optimization Open Source Projekt) nachdenken ;-) wo jeder SEO seine ganzen Linkquellen die er sich so über die Jahre erarbeitet hat der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Dann würden auch solche Fragereien aufhören. Also ich würde auch die Plattform stellen ;-)
Hallo,
“Manche Intelligenzbestien bloggen sogar darüber, wenn sie durch Zufall (das Glück ist mit den Dummen) auf eine nette Link-Quelle stoßen.” Naja, SEO sollte generell nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, wir sind ja kein geheimbund ;-). Wer seine guten Quellen verrät, selber schuld. Die SEO Blogs werden ja meist nur von anderen SEOs und den Spammern gelesen, die sich natürlich hier die goldenen Tipps abholen wollen. Wenn ich mein Wissen aber gar nicht weitergeben will, dann brauche ich auch kein Blog. Zu der Sache mit dem fünfstelligen Honorar: einfach abgreifen und an Kinder in Not o.ä. spenden. Wenn der “Kunde” dann nachfragt wo sein Link bleibt einfach erklären man habe die Anfrage völlig falsch verstanden ;-) (Das ist natürlich scherzhaft zu verstehen).
Gruss Marcell
Hallo Matthias,
also so einen Spiegel-Backlink könntest du mir bitte besorgen, als Gegenleistung schicke ich dir eine Liste mit Keys, zu denen du meine Seiten auf Wiki verlinken könntest! :D
Scherz beiseite, ich möchte den Kommentar von seodeluxe nochmal kurz aufgreifen, weil er mich auch öfters beschäftigt, bzgl. SEO und “alles geheim”.
Ich frage mich, wieso teils renommierte SEO-Agenturen, die Weblogs betreiben, immer wieder angebliche “supertolle SEO-Tricks” im Blog veröffentlichen?
Nur wegen des darauf folgenden Traffics? Oder um einen Linkbait zu provozieren?
Oder einfach nur, weil diese “Tricks” meist ausgelutscht, bzw. kurz vorm Abkippen sind, oder einfach so larifari dass Sie 0,05% einer Optimierungsstrategie ausmachen?
Manchmal habe ich eine Antwort darauf, meist aber nicht.
Die Spende an “Kinder in Not” wird ja auch zum Rohrkrepierer, wenn man die Berichte in diversen Gazetten verfolgt!
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,575026,00.html
Schöne Grüße,
Sascha aka Mike McKay
Hi Sascha, lese das auch gerade mit Kinder in Not, krasse Sache! Spenden abzocken ist ja wohl der Gipfel, da passt mein Beispiel aber wirklich nicht mehr!

So ist das leben nun mal, es ist ein geben und nehmen. Oder doch nicht?