Digitale Image-Probleme
HINWEIS: Artikelverzeichnisse würde ich aus heutiger Sicht (Sommer 2008) nicht mehr empfehlen!
Kurz nach Weihnachten hatte ich einen recht verzweifelt klingenden Pressesprecher eines größeren Startups am Telefon. Sein Problem: Die Google-Suche nach dem Firmennamen lieferte zwar auf Platz 1 die unternehmenseigene Webpräsenz, unter den nachfolgenden neune Suchergebnissen waren jedoch einige wenige nicht gerade schmeichelhafte Beiträge in Foren. Mein (kostenloser) Tipp: Auf den Firmennamen optimierte Texte bei Artikelverzeichnissen und Pressemitteilungen auf wichtigen Portalen einreichen. Das hat natürlich wunderbar geklappt, die Forenbeiträge sind inzwischen auf Seite drei und soweit blättern die wenigsten (potentiellen) Kunden noch Kapitalgeber.
Anderes Szenario, gleiches Kernproblem: Immer öfter googlen Personalchefs nach den Namen von Bewerbern. Dabei geht es gar nicht darum, negatives über das berufliche Vorleben herauszubekommen, sondern positives zu finden. Es wäre doch also ein wirklicher Vorteil, wenn unter den ersten zehn Suchtreffern Ergebnisse zu finden sind, die Eigeninitiative, Kompetenz und Engagement dokumentieren. Ein positives digitales Image aufzubauen kosten nicht einmal (oder kaum) Geld, sondern nimmt nur etwas Zeit in Anspruch. Klar im Vorteil ist man, wenn der Familienname nicht gerade DSLBerater, Kredit oder Poker heisst, wie bemitleidenswerte Kommentatoren auf manchen Blogs, denn dann genügt es meistens, den Namen gekonnt in gutem Web-Umfeld zu platzieren.
Hier ein paar Tipps für positive Image-Aufbau im Web:
- Das (sogar kostenfreie) Xing-Profil für Suchmaschinen zugänglich machen
- Fach-Blogs einen qualitativ hochwertigen Gastbeitrag anbieten
- Auf Fachforen ein Profil mit dem nick vorname_nachname einrichten (unüblich, aber funktioniert)
Artikel bei seriös wirkenden Artikelverzeichnissen einreichen- Bei fachlich passenden Google-Groups anmelden, mitdiskutieren und in die Signature den Namen schreiben
- Einen eigenen kleinen Fachblog auf einer kostenfreien Plattform einrichten (einige erlauben die Rückdatierung von Beiträgen - wenn es einmal “schnell” gehen muss)
Es gibt noch einige mehr Möglichkeiten, den eigenen Namen in einem strahlenden (digitalen) Licht erscheinen zu lassen. Vielleicht auch nicht der schlechteste Rat, sich bei Zeiten darum zu kümmern.
U P D A T E: Da habe ich doch zwei wichtig “Fundstellen” in der obigen Liste vergessen, nämlich das Amazon-Profil (Matthias Süß) und brainGuide (Matthias Süß).
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Kommentare
[…] Neben dem SMM und SEO (-Spam) können Social Bookmark Dienste noch bei Image-Problemen nützlich sein. Meist ist das Ranking dieser Dienste nicht schlecht. Wer statt eines Nicks den Echtnamen für das Profil benutzt und auch noch fleissig mit fachlich relevanten Seiten füllt, belegt bestimmt einen Platz in den TOP 10 bei der Suche der Kombination Vorname Nachname. Ideal um Interesse an einem Thema zu zeigen oder “nicht so schöne” Suchtreffer auf die hinteren Seiten zu schieben. […]
[…] Social Media Marketing Tipp #4 BlinkList 26. Mä;rz 2007 Je nach dem welches Ziel man mit Social Media Marketing verfolgt, kann die Optik der gewählten Plattform ausschlaggebend sein. Beim digitalen Image-Aufbau ist es beispielsweise nicht unbedingt wichtig Besucher über eine Plattform zu bekommen, sondern einen guten Eindruck bei wenigen Besuchern zu hinterlassen. Wenn Schönheit zählt, dann läuft BlinkList bei mir ganz vorne mit. Beispielsweise sind die individuellen Screenshots eine feine Sache. Ausserdem ist der Dienst komplett in Deutsch verfügbar. […]
[…] Das IT-Magazin Freelancer wartet nach dem kommenden Wochenende auf meinen Artikel zum Thema “Selbstdarstellung im Web”. Es geht um das Eigenmarkekting von Freelancern und dem Aufbau einer Identität im Web. Einen Ausblick, wohin die Reise gehen könnte, habe ich Mitte März bereits im Artikel “Digitale Image-Probleme” auf rentaseo geschrieben. […]
[…] Im aktuellen Havard Business Manager (Juli 2007) wird unter der ständigen Rubrik “Havard Fallstudien” die Bewerberfalle Google mit Reputation Management Experten diskutiert. Der fiktive Fall dreht sich um die Jungmanagerin Mimi Brewster. Mini steht vor einem großen Karrieresprung, bevor der CEO nach Informationen über seinen Nachwuchsstar im Internet sucht … Während der Fall konstruiert ist, kommen die Einschätzungen der Reputation Management Experten aus der Praxis: […]
[…] Kürzlich darüber geschrieben: Geschäftsidee Reputation Management, Reputation Management und Bewerberfalle Google, Digitale Image Probleme. […]
[…] Headhunter neugierig machen 19. Juli 2007 Wie mache ich Headhunter auf mich aufmerksam? Eine Frage, die sich veränderungswillige Führungskräfte über kurz oder lang stellen. In CAPITAL (16/2007) ist dazu ein interessanter Hinweis zu finden, bestätigt er doch meine Aussagen wie wichtig das Gefundenwerden doch ist. […]

Das schöne ist ja das in den Medien (Presse, TV, usw.) die Suchmaschinen - Recherche von Bewerbern oft als K.O. - Kriterium für den selbigen bewertet wird.
Es wird immer so dargestellt das Personalchefs das Machtinstrument “Suchmaschine” haben, um sowohl fachliche als auch private Fehltritte über einen Bewerber herausfinden zu können.
Also ich könnte Personen nennen, die laut einer bekannten, großen Suchmaschine sowohl im Job- als auch im Privatleben die Überflieger sind und jedes Unternehmen reißt sich um diese Leute.
Aber eben nur laut dieser Suchmaschine.
Da die Personalchefs wohl auch nur “normale” Suchmaschinenbenutzer sind, sind nur die ersten 10-20 Einträge für diese relevant.
Meiner Erfahrung nach suchen die “Personalchefs” nach folgendem:
-> Vorname Nachname bzw. “Vorname Nachname”
-> Vorname Nachname Wohnort
-> Vorname Nachname Geburtsdatum
-> Vorname Nachname (Ex-Arbeitgeber || momentaner Arbeitgeber)
-> Vorname Nachname (besonderes Projekt || besonderes privates Engagement || Hobby || etc.)
Und das kann man schön manipulieren.
Gefakte Pressenmitteilungen, erfunden Arbeitgeber, erfunden Projekten, erfunden Vereine, getürkte Lebensläufe gehören zum Standard.
Abnehmer für solche Inhalte findet man an jeder Ecke, auch wenn es vllt. mal ein paar Euro kostet.
Dann die Texte nur noch so aussehen lassen, als seinen die vom einem Dritten, Unbeteiligten, geschrieben, schon ist der perfekte Arbeitnehmer erschaffen.
Aber eins sollte man beachten:
Da die Personalchefs auch immer internetaffinerer werden, durchsuchen sie immer öfters auch gezielt manche Seiten. (Communitys, Videoportale)
Daher sollte man da auch nach seinen Fehltritten suchen und löschen lassen. Dann noch ne Mail an den Support der Suchmaschinen schreiben dass ggf. der Cache der Seite gelöscht bzw. aktualisiert wird, und schon ist das Problem behoben.
Also Suchmaschinen könnten das Vitamin B der Zukunft werden.
Wie könnte man das gezielte Vermarkten von Personen zur Steigerung der Jobchance eigentlich nennen?