Links maskieren

Als SEO steht man immer wieder vor dem Problem: Ich möchte auf eine Seit im Web verweise, aber die Suchmaschinen sollen diesen Link nicht folgen. Gründe dafür gibt es genügend. Doch wie kann man diese Problemstellen anpacken.

NoFollow-Attribut

Die einfachste Möglichkeit einen Link zu entwerten ist das Setzen eines NoFollow-Attributs im Link:

<a href="domain.tld" rel="nofollow“>Bis hier her und nicht weiter</a>

Manchmal wird auch noch der Zusatz extern bzw. intern in der Form rel=”extern nofollow” verwendet, was aber keinerlei Auswirkungen hat. Diese Lösung funktioniert bei Google sehr gut, was die anderen relevanten Suchmaschinen angeht gibt es jedoch widersprüchliche Aussagen.

JavaScript

Ein zweischneidiges Schwert sind JavaScript-Lösungen immer und daher stelle ich diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber vor. Suchmaschinen ignorieren — soweit die allegemeine SEO-Meinung — JavaScript. Damit lässt ein

<script language="JavaScript">document.write('<a href="http://domain.tld">Bis
hier her und nicht weiter</a>')</script>

den Link für die Suchmaschine wertlos erscheinen. Allerdings sollte man immer Bedenken, dass auch menschliche User JavaScript bewusst ausschalten oder Browser benutzen, die kein JavaScript unterstützen. Auch für diese Gruppe ist dann dieser Link nutzlos.

Outbound-Script

Eine sichere Methode für alle Suchmaschinen, die dazu auch noch von Browsern unabhängig arbeitet, ist die Verwendung eines Outbound-Scripts. Allerdings bedeutet diese Vorgehensweise einen höheren Aufwand, der sich allerdings auf Dauer auszahlt.

Verzeichnis für Outbound-Script erstellen

Der Erste Schritt ist die Erstellung eines neuen Verzeichnisses (mal angenommen “/out/”). Dieses Verzeichnis ist die neue Heimat für ein Script, das als Parameter eine URL übernimmt und den User auf diese Adresse weiterleitet. Doch zuerst muss dieses Verzeichnis vor dem Zugriff der Suchmaschine verborgen werden. Dies geschieht durch eine Anweisung in der robots.txt:

User-agent: *
Disallow: /out/

Das /out/ muss dabei natürlich durch den Pfad zum neuerstellten verzeichnis ersetzt werden.

Das Outbound-Script

Ein Outbound-Script ist nichts anderes als eine Weiterleistung auf eine andere URL. Lösungen gibt es dafür in den verschiedensten Sprachen. Hier werde ich allerding das weit verbreitete PHP nehmen, auch wenn Python die Sprache meiner Wahl ist.

< ?
$uri=$_GET['url'];
header("Location: $uri");
exit;
?>

Mehr als dieser Code steckt nicht dahinter. Also einfach in eine neue Datei, beispielsweise out.php, abspeichern und diese dann ist das Verzeichnis /out/ verschieben.

Der Aufruf

Nun ist das Outbound-Script einsatzfähig. Ein Aufruf sieht nun — abhängig von den benutzen Datei- und Verzeichnisnamen — folgendermaßen aus:

<a href="http://domain.tld/out/out.php?url=http://homepage.tld">Bis
hier her und nicht weiter</a>

Ein Outbound-Script eignet sich übrigens sehr gut, wenn die Links in einer Datenbank gespeichert sind und nur einige davon entwertet werden sollen. Man trägt einfach anstelle von
http://homepage.tld einfach http://domain.tld/out/out.php?url=http://homepage.tld ein.

Nachtrag: Andere SEO und Webmaster haben anscheinend mit der robots.txt keine guten Erfahrungen gemacht. Mario hat dazu auf seinem Weblog die Ergebnisse seiner Experimente veröffentlicht.

Nachtrag 2: Gysi hat mich noch eine Variante mit JavaScript mit “window.open” aufmerksam gemacht:
<a href="#" onclick="window.open('blabla"','_blank');">

Weitere Artikel zu den Stichworten , ,

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Kommentare

[…] Das Thema maskieren von Links wäre eigentlich mein nächstes Thema hier gewesen, allerdings hat Matthias vom Rent a Seo Blog mir die Arbeit gerade abgenommen. naja vielleicht kann ich dazu noch etwas anfügen, wir haben da mal ein paar Experimente zu gemacht. […]

[…] Nicht pr-vererbend und daher für die Suchmaschinenoptimierung wertlos sind Links, die über ein Outbound geleitet werden (mehr dazu unter “Links maskieren“). Im Quelltext erkennt man dies durch eine URL-Konstruktion der Art http://webkatalog.tls/outbound.pl?url=http://eintrag.tld . […]

Vielen Dank für das Outbound-Script!
Sowas hatte ich schon lange vor, bei anderen auch gesehen, konnte aber irgendwie nicht niederschreiben:)
Danke!

diese zum beispiel blockt auch die outbounds der kommentatoren - ein vorgehen, mit dem man sich nicht nur freunde macht. zurecht, finde ich. das www lebt davon, dass es ein netz ist.

Geiz ist Geil?!?
Obwohl ich kein Freund vom Links Maskieren bin, möchte ich euch eine weitere art vom maskierung aufmerksam machen!

# Umleitung über ein Skript
Code:
cgi-bin/raus/raus.pl?seite=http://www.domain.tld
raus.pl?seite=http://www.domain.tld

Das Perl Script:
#!/usr/bin/perl
use strict;
use CGI::Carp qw(fatalsToBrowser);
use CGI qw/:standard :html3/;
my $seite = param(”seite”);
print “Location: “, $seite, “nn”
}

Die URL wird als Parameter an ein Skript übergeben, welches den User an die gewünschte Adresse weiterleitet.
Das Skript selbst wird in der robots.txt gesperrt.
Code: User-agent: * Disallow: /cgi-bin/raus/

Bis
hier her und nicht weiter

Hab das hier, funzt nicht ganz, google spinnt manchmal und indexiert die Links trotzdem..

Wer mit einem Outbound-Script arbeitet, sollte nochmals seine robots.txt prüfen. Der Standardeintrag

User-agent: *
Disallow: /outbound/

wird von Google gerne mal ignoriert, Ergebnis: Die maskierte URL wird fleissig indiziert und erscheint auch ggfls. in den Serps. Spricht man in der Robots.txt aber explizit den Google-Bot an, bleibt dieser auch draussen:

User-agent: GoogleBot
Disallow: /outbound/

danke, hat mir sehr geholfen :)

[…] Ein solcher Premium-Eintrag wird meist prominenter dargestellt, teilweise sind auch nur die kostenpflichtigen Einträge mit Direktverlinkungen versehen, während die kostenlosen Einträge nicht direkt aufgerufen werden (sondern per JavaScript, Redirect oder mit einem nofollow). Ob indirekte Verlinkung nun per se schlecht oder wirkungslos ist oder nicht, lasse ich mal offen. Schließlich liest Google auch Javascript, das 302-Hijacking-Problem dürfte entschärft sein und ob nofollow nun wirklich schlecht ist könnte man diskutieren. […]

[…] Wenn man jetzt nur ein paar bestimmte Informationen vor den Bots verbergen möchte, kann dies erreichen indem diese Informationen als Grafik hinterlegt. Auch mit Javascript und anderen Dingen gibt es noch Möglichkeiten, ein paar davon zeigt der Artikel “Links Maskieren“. […]

auch noch möglichkeiten :

Hallo Matthias,

auch wenn der Beitrag ein wenig älter ist …

Wir haben für Webmaster ohne Programmierkenntnisse eine externe Lösung geschaffen und befinden uns derzeit im Beta-Test.

Eine Meinung von Dir wäre uns sehr viel wert.

Danke,
André

ok, du findest uns unter blynxs.de

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