High Quality / High Rankings
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie von oben herab auf meine Kritik an Low Budget / Low Quality Inhalten reagiert wurde. Ich fand es damals schon moralisch nicht tragbar, die Schüler, Hausfrauen und Arbeitslosen (das ist wohl das Spektrum, das für 3,50 einen Artikel schreibt) auszubeuten. Dieser Low Quality Content - was will man auch erwarten - wurde vornehmlich in durch Adsense monitarisierte Artikelverzeichnisse eingestellt. Billigere Links waren bis vor ein paar Monaten nicht zu bekommen. Daß dieses Perpetuum Mobile auf Dauer nicht funktionieren kann war klar. Vergangenen Sommer habe ich auf die Nähe zu Linkkäufern hingewiesen, Sistrix kurz darauf auf gefährliche Nachbarschaften.

Ich beim Denken. Ja, das Bild ist nicht unbedingt höchste Qualität.
Wenn ich meinen Content nicht selber schreibe, weil mich das Thema nicht interessiert, dann lasse ich lieber hochwertige Artikel von einem Online Journalisten verfassen und versuche diese dann aber auch wirklich in echten redaktionellen Umfeld unter zu bringen. Versüßt werden dann die Bemühungen durch kleine Erfolgserlebnisse, beispielsweise wenn Medien den Beitrag zitieren oder Wikipedia diesen als Quelle verlinkt. Eine meiner Geschichtsseiten hat 7 Links aus Wikipedia - freiwillige wohlgemerkt, unabhängig gesetzt. Max beschreibt auf seinen Red SEO Blog sehr anschaulich seine Sichtweise, die meiner recht nahe kommt. Suchmaschinenoptimierung bzw. nachhaltiger Linkaufbau hat inzwischen unheimlich viel mit journalistischer Arbeit zu tun.
Wenn ich schon einen zusammenfassenden Artikel schreibe, dann darf auch der Hinweis nicht fehlen, dass neben Text auch Bilder unique Content darstellen und dies entsprechend von Google honoriert wird. Mit Bildern von Reisedestinationen habe ich sehr positive Erfahrungen, andere SEOs berichten von großen Erfolgen aus den Themenbereichen Celebrity und natürlich Erotik. Insgesamt möchte ich das Fazit ziehen, dass sich Qualität auf Dauer druchsetzen wird. Dazu brauche ich nicht auf Googles menschliche Bewertungs-Crew zu verweisen.
NACHTRAG: Auch wenn es nicht auf den ersten Blick so aussieht: Auch die Backend Advertising Campagne ist hochwertiger Inhalt. Was werden da wohl Stunden in die Ausarbeitung gesteckt worden sein. Aus dem Ärmel schüttelt man so etwas nicht …
Andere zu diesem Thema:
SEO-United.de: Linkbait vs. Gossip
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Kommentare
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Natürlich ist es verlockend für ein paar Euros Artikel “frei Haus” geliefert zu bekommen, die man dann in irgendwelche Verzeichnisse “einschleust”. Der Wert solcher Artikel geht -zumindest gemäß meinen Erfahrungen - allerdings gegen null. Ist ja irgendwie auch nach nachvollziehbar. Für derartige Beträge wird sich nämlich kaum jemand einen halben Tag oder länger hinsetzen, recherchieren und schreiben - von mangelndem Fachwissen mal ganz abgesehen. Insofern kann ich deiner These, dass journalistische Arbeit immer wichtiger wird, nur zustimmen. Jeder der eine Affinität hierzu hat, sollte sich freuen und sich daraus ergebende Möglichkeiten nutzen…
Ich kann nur von mir sprechen und sagen, dass ich meine alten AV-Einträge (Google verzeih mir ;-) ), bis auf zwei Ausnahmen, immer selbst geschrieben habe. Da ich mich in den Themen zu meinen Seiten ja sehr gut auskenne, denke ich, dass diese Artikel auch einen Mehrwert hatten. Man sollte das Problem auch bei den AVs sehen, die wirklich jeden Müll annehmen. Es gibt ja halt solche und solche. Ansonsten möchte ich später mal dahinkommen, wo jetzt schon viele von euch sind. Das man ein eigenes, qualitativ sehr hochwertiges, “Journalisten”-Team hat, z.B. Journalistik oder Publizistik-Studenten, die Erfahrung sammeln wollen und sich nebenbei ein wenig Geld dazuverdienen möchten.
Ich bin auch dieser Meinung. Artikelverzeichnisse und qualitativ schlechter Content mögen vielleicht kurzfristig rentabel erscheinen, langfristig fahren diese Projekte aber sicherlich gegen die Wand.