Die Suchmaschinen lieben einmalige Inhalte, duplicate Content (DC) ist folgerichtig nicht so gerne gesehen. Die größten DC-Produzenten sind Blogs mit ihren Archiv- und Tag-Sites. Meist behilft man sich dort mit Exzerpten (Auszügen der Texte) oder der Meta-Anweisung “NoIndex, Follow” im Header-Bereich.
Diese Krücke ist aber nur bei Seiten sinnvoll, die ausschließlich aus DC bestehen. Was kann man tun, wenn die Seiten zu einem guten Teil aus doppelten Inhalten bestehen, doch auch wertvoller einmaliger Inhalt darauf liegt? Die Antwort finden wir mit den eigentlich veralteten iFrames.

Nehmen wir als Beispiel die Seite eines Seminaranbieters: Die Seminare finden über das Jahr verteilt öfters statt, in unterschiedlichen Städten und werden je nach Entfernung von unterschiedlichen Dozenten geleitet. Damit der Interessent nicht klicken muss – und eventuell verloren geht – werden alle Informationen, die diesen Seminartermin betreffen, auf dieser Unterseite ausgegeben. Das ist auch für den Ausdruck der Seite (ja, auch das wird oft praktiziert) von Vorteil. Zu jeder Veranstaltung gibt es auch noch individuellen Inhalt. Vielleicht dürfen die Teilnehmer dort Fragen absetzen oder der Dozent gibt aktuelle Schwerpunkte an. Das soll uns nicht so interessieren.
Wenn der Seminaranbieter für jede Veranstaltung eine Seite aus seinen Bausteinen anlegen würde, hätte er ein Problem. Ausser er bindet die Bausteine “Winderkehrender Inhalt X” per iFrame ein. Inhalte im iFrame werden von den Suchmaschinen als genau das behandelt was diese auch sind: Inhalte auf anderen Seiten. Demnach werden diese auch nicht der Seite zugerechnet, die sie einbindet. Es entsteht demnach kein DC! Projektweiten DC (in der Grafik dunkelblau) ignoriert zumindest Google, Yahoo bietet dazu einen HTML-Tag.
Der Seminaranbieter aus unserem Beispiel könnte, damit die Inhaltsbausteine nicht ungenutzt bleiben, für jeden dieser Bausteine eine eigene Seite anlegen – ohne iFrame. Der Inhalt würde dann als einmalig identifiziert und in den Suchmaschinenindex aufgenommen.