Abstrafung durch unfairen Linkaufbau mit russischen Links

Vor wenigen Tagen wurde eine SEO-Agentur, die in den vergangenen Monaten durch exzessive Anmietung von Links aus Osteuropa und Asien von sich reden gemacht hat, von Google abgestraft. Die Website dieser Agentur ist mir wirklich egal, deren Geschäftsgebaren nicht, denn es wirft ein schlechtes Licht auf alle Dienstleister im Bereich Suchmaschinenmarketing, noch dazu, wenn sich die ebenfalls betroffenen Kunden dieser Agentur nun alleine gelassen fühlen. Ich schreibe dass, weil ich in den vergangenen Tagen zwei wirklich aufgelöste Ex-Kunden am Telefon hatte und mir vorstellen kann, dass es nicht die einzigen sind, die im wahrsten Sinne Trost brauchen.

Die Abstrafung, mit der die betroffene Gruppe zu kämpfen hat, wird als Penalty 40+ bzw. Penalty 50+ bezeichnen. Google setzt dabei den Suchtreffer der abgestraften Seite pauschal um 40 bzw. 50 Plätze in den Suchergebnissen zurück. Dass eventuell an so einer Website Existenzen hängen, sollten sich die schwarzen Schafe der Branche auch einmal vor Augen führen.

Die Frage aller Fragen ist nun, wie man aus dieser Falle wieder herauskommt.

Als ersten müssen alle gesetzten Links darauf überprüft werden, ob sie gegen die Webmaster Guidelines verstoßen. Der Fokus liegt dabei auf Links von Websites aus dem osteuropäischen Raum mit kyrillischer Schrift. Diese zu entfernen ist das Mindeste, was man von besagter Agentur erwarten kann. Eine Kontrolle mittels Yahoo! Explorer ist als Kontrolle unbedingt zu empfehlen, denn ausnahmslos alle Links, die verdächtig erscheinen, müssen weg. Kommentarspam auf Weblogs lässt die betroffene Website zwar nicht in gutem Licht erscheinen, schadet aber im Zweifelsfall der Reputation der Betreiber in der Realwelt mehr als dass es das Suchmaschinenranking beeinflusst.

Sind alle Links entfernt, gilt es einen Reinclusion Request bei Google zu stellen, die Situation zu beschreiben, ruhig auf die Agentur zu verweisen und Reue zeigen. Betroffene Websites sollten dann innerhalb von drei Monaten aus der Falle entlassen sein. Da allerdings deutlich Links fehlen, werden die Positionen vor der Abstrafung wohl nicht erreicht werden. Nur sauberer, natürlicher Linkaufbau kommt für diese Seiten noch in Frage. Eine Adwords-Kampagne kann die Durststrecke überbrücken.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten die Betroffenen auch den Aufbau einer alternativen Website ins Auge fassen. Ich weiss, dass ist eine weitreichende Entscheidung, vor allem wenn es sich um eine eingeführte Domain handelt, die von der Abstrafung betroffen ist.

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Kommentare

Das ist ja mal eine richtig üble Sache. Man liest das mit den “Russenlinks” in letzter Zeit ja immer häufiger. Aber wie erkennt man denn weshalb man abgestraft wurde? Nach der hyves-Geschichte von vor ein paar Tagen weiß ich nun, dass ich abgestraft wurde (sieht man auch ganz deutlich am Ranking). Aber wie bekomm ich denn raus weshalb ich abgestraft wurde. Ich hab ganz sicher keinen einzigen Russenlink. Auch andere grobe Schnitzer sind mir nicht bekannt. Gibt es eine Art Checkliste?

Irgendwie kann ich das nicht glauben, denn wenn es so wäre, könnte man ja durch Linksetzung andere Leute schädigen.

D.h. ich bau mir ein Software die Links auf hunderten von Seiten pflanzt und verweise auf in diesen auf einen Konkurenten.

Dieser wird dann abgestraft und ich freu mich. Von dem her halte ich es nicht für Glaubwürdig, dass derjenige genau deshalb abgestraft wurde. Google würde ja so Missbrauch Tür und Tor öffen.

Was ich mir vorstellen kann, dass Links nicht mehr gezählt werden. Mehr aber auch nicht.

@ Mr. Foo: Meine Meinung, das wäre doch heftig - also ich hab mal zum Testen 10.000 Backlinks auf rentaseo geschalten. ;)

Naja ich sehe das eher so, dass die Links einfach entwertet werden und es daher Positionsverluste gibt, aber ich kann mir ehrlichgesagt nicht vorstellen, dass das ne richtige Abstrafung ist. Ich HOFFE einfach mal das Google wegen sowas nicht abstraft :D

Hi Konrad,

die Abstrafung ist definitiv da, da muss man nicht “hoffen” oder “spekulieren”. Das ganze “Ich kann mir nicht vorstellen …” ist nicht mehr als Pfeifen im Walde - bis es kracht.

natürlich ist das eine abstrafung und diese wird manuell durchgeführt…. dem algo sind russen links egal wie man an einigen anderen seiten ja auch sehen kann nur sobald spamreports dazu komen wird es intressant… es bringt auch nichts auf einen mitbewerber mit ru links zu schiessen den die abwertung erfollgt manuell… und bei der besagten seo agentur war die nummer mehr wie offensichtlich!?!..

Meines Erachtens ist da jeder, der für solche Linkbildung bezahlt und diese aktiv betreibt, selbst schuld. Die Leute können manchmal den Hals nicht voll kriegen. Hab kein Mitleid mit solchen Experten.

Es ist doch immer wieder das gleiche - ein paar schwarze Schafe können eine ganze Branche ins schlechte Licht reissen.

Ich habe gerade eine Anfrage von einem Kunden erhalten in der er sich versichern ließ, dass ich seriös und nachhaltig arbeite.

Wie kommen unbedarfte Kunden auf solche Fragen - ist das erste Mal gewesen.

Ja, auch unsere Domain ist Opfer einer solchen nicht beauftragten “Verlinkungsaktion” geworden. Warum, wieso, weshalb das jemand macht ist uns absolut unklar. Ich kann nur hoffen, dass Google erkennt, dass hier eine böswillige Aktion dahinter steckt. Fakt ist, wenn dadurch ein Schaden für unsere Positionierung eintreten würde, dann würde dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet werden. Hier vertraue ich voll und ganz auf die Loyalität der Google-Macher. Beste Grüße aus Hamburg!

Andreas Herrmann

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