Liebe Monika …
Liebe Monika,
auch wenn ich mich bei Dir und anderen DoFollow-Propagandisten unbeliebt mache, so kann ich Deinen Beitrag zu “Eigentor Nofollow” nicht unwidersprochen lassen. Ich denke auf zwei Punkte können wir uns vorab einigen:
- Eingehende Links können ein Projekt nicht schädigen (Grundsätzlich, aber es gibt hier schon Möglichkeiten)
- Ausgehende Links können ein Projekt hingegen schon deutlich schädigen (Je schwächer das Projekt ist, um so tiefer hängt die Latte)
Die dahinter stehende Philosophie ist recht einfach: Nur für Handlungen, die der Webmaster direkt in der Hand hat, soll er zu Rechenschaft gezogen werden.
Natürlich weiss ich, dass Deine Aussage Dies ist genauso nachvollziehbar, als wenn jemand sagt ein Vater, eine Mutter kann 3 Kinder nicht lieben, weil “Liebe” weniger wird, wenn man sie teilt sehr überspitzt ist. Ich will mich hier gar nicht philosophisch einlassen, da der Google-Algo überhaupt nichts mit Liebe zu tun hat, sondern ganz us-amerikanisch-kapitalistisch eindeutig mehr mit barer Münze. In einer Durchschnittsfamilie mit 5 Kindern gibt es eben weniger Taschengeld zu verteilen als bei einer Familie mit Einzelkind. Dein Vergleich hinkt schon deshalb, weil auch Du keine beim Linktausch nicht einen Startseitenlink von Webdesign-in gegen eine Unterseite mit 100 ausgehenden Links tauschen würdest. Das Grundproblem ist ein ganz anderes.
Nehmen wir die Kommentare auf Blog-Systemen, was man aber auch auf Leserbrieffunktionen bei Online-Plattformen oder ähnlichem übertragen kann. Hier hat der Betreiber keinerlei Kontrolle darüber, was verlinkt wird. Das Gefährliche ist auch gar nicht der Inhalt des verlinkten Projekten zu genau diesem Zeitpunkt, sondern vielleicht in sechs Monaten.
Sagen wir einmal, ich schreibe recht qualifizierte Kommentare auf verschiedenen Blogs, verlinke mein “Ford Escort Fansite”, vielleicht komme ich sogar ein paarmal mit “Escort” als Linktext durch … in ein paar Wochen, wenn er Beitrag in der Versenkung verschwunden ist, ändere ich den Inhalt ein wenig. Wem fällt es da noch auf, wenn nun andere “geile Fahrgestelle” zu sehen sind …
Es muss aber gar nicht geplant sein. Nicht wenige Projekte verschwinden nach wenigen Monaten und landen als expired Domains bei Spammern oder Domainern (der noch glückliche Fall). Weit weniger gefährlich, aber auch nicht gerade dem Suchmaschinen-Ranking förderlich sind Broken Links. Aber wer überprüft das schon regelmäßig?
Die Problematik ist jedoch nicht auf Kommentare zu beschränken, auch auf Beiträge. Vielleicht macht sich jemand die Mühe und überprüft die Backlinks von linkcondom.com … irgendwo muss auch einer von mir dabei sein.
Es gibt noch weitere Gründe mit “Linklove” sparsam umzugehen, aber das hebe ich mir für einen späteren Blog-Post auf.
Bei umfangreichen Projekte - damit meine ich jetzt keine Blogs mit ein paar hundert bis tausend indizierten Seiten - ist es natürlich sinnvoll, die Spider zu lenken. Allerdings sollte man dafür eben nicht NoFollow verwenden, sondern ein Outbound-Script. Das nur nebenbei.
Liebe Grüße
Matthias
PS: Wenn mich jemand verlinkt oder sinnvoll kommentiert, dann kam natürlich auch ein Link zurück, sei es von diesem oder einem anderen Blog.
PS2: Zum Thema auch hier, hier und hier.
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Kommentare
Also ich habe noch nicht herausgefunden ob sich die Spider wirklich an nifollow Attribute halten.
Ich gehöre zu den Leuten die recht gerne irgendwo ihren Senf dazugeben, viele Beiträge sind interessant und geben mir eine durchaus neue Sichtweise auf diverse Themen und zum Teil wird man für bestimmte Sachen auch sensibilisiert.
Da ich auch noch selber kleine Reiseseiten betreibe ist es für mich ein sehr angenehmer Zusatzeffekt, meinen Link unterzubringen - was bei ein paar 100 Euro Verdienst pro Monat zur Sicherung dieser Summe beiträgt.
Für mich ist dies also eine wirkliche Möglichkeit das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und ich merk halt dass dadurch google auch mich öfter spidert - wie gesagt auch über Links die eigentlich mit nofollow versehen sind.
Gestern habe ich mir ebenfalls Gedanken zu diesem recht interessanten Them gemacht und darüber geschrieben, nun fiel mir der Satz bzgl. OutbounScripts und Spiderlenkung ein. Mir persönlich fällt allerdings als Alternative nur die robots.txt ein, stehe auf dem Schlauch - was übersehe ich da ?
Die Datei robots.txt ist dafür vorgesehen, Crawlern von Suchmaschinen den Wunsch zu übermitteln, den Zugriff auf bestimmte Seiten oder Verzeichnisse eines Webangebotes zu unterlassen oder durchzuführen. Darüber hinaus gibt es noch einige spezielle Anweisungen, wie z.B. zur zeitlichen Verzögerung des Zugriffs durch Crawler.
Es ist nicht zwingend, eine robots.txt einzusetzen. Viele Spider suchen danach, haben aber kein Problem wenn diese nicht vorhanden ist. Eine nicht vorhandene robots.txt bedeutet, es gibt keine Einschränkungen für die Erfassung der Inhalte der Webpräsenz. Ausnahmslos alle Inhalte dürfen erfasst werden.
Durch den Aufruf der nicht vorhandenen robots.txt wird ein HTTP-Statuscode 404 ausgegeben, der in den Logfiles erfasst wird. In Webstatistiken wird der 404 HTTP-Statuscode häufig als Fehlermeldung bezeichnet. Die Fehlermeldungen sind kein Problem, da es sich um keinen Fehler handelt. Die 404 Meldung der robots.txt erscheinen nicht mehr sobald die Datei vorhanden ist.

[…] Meine Blogs bleiben inzischen größtenteils von Keyword-Spammern verschont, das NoFollow (meine eigentlichen Beweggründe) schreckt schon ab. Robert Basic hat vor wenigen Wochen seine Kommentare umgestellt und am […]