SEO und GEO (MindMap Geotargeting)

Geotargeting ist immer ein Thema, nicht erst seit der Kartoffelkönig versucht mit russischen Links andere Seiten aus dem Index zu kippen: Da möchte beispielsweise ein südtiroler Touristiker in Deutschland ein gutes Ranking bei Google und ein Schweizer wundert sich über Top-Positionen in den USA, während seine Seite bei Google.ch unter “ferner liefen” gelistet ist. Eine Verbindung Webliste+Zielgebiet herzustellen ist alles andere als eine triviale Aufgabe.

Zeitung Paraguay

Ein Extrembeispiel ist sicher der Online Auftritt von “Aktuelle Rundschau”: Die Sprache ist Deutsch (das steht auch so in den Meta-Tags), die Domain ist eine internationale .COM, die IP-Range ist den USA zugeordnet und die Links kommen hauptsächlich aus den USA und Deutschland … Die Zielgruppe der Publikation wohnt allerdings (vermutlich) in Paraguay.

Geotargeting Kennzeichen für Zuordnung

Daher an dieser Stelle die möglichen Anhaltspunkte für eine Länderzuordnung: Der META-Tag ist nur ein ganz schwaches Kennzeichen, denn selbst in Fällen, in denen dies sicher möglich wäre (”DE-AT”, “DE-CH”) fehlt der Hinweis oder ist falsch gesetzt (immer wieder gerne auf “EN”).

Auch die verwendete Sprache ist bestenfalls ein sehr grober Hinweis - ohne auf den Spezialfall “Paraguay” zu verweisen: Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg sind Länder mit Deutsch als Amtssprache, dazu kommen noch die Minderheiten in Italien und den Niederlanden.

IP-Range

Die IP verrät den Serverstandort, was schon ein stärkeres Indiz für die Zuordnung darstellt. Allerdings auch nur ein Indiz, denn dass die große Liechtensteiner Tageszeitung “Vaterland” eine IP-Range aus der Schweiz belegt, mag man verschmerzen, aber das Tageblatt aus Luxemburg eine aus den USA ist schon recht unschön.

Eine Zuordnung aufgrund der Top Level Domain (TLD) ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich: Entweder können nationale TLDs oder Subdomains eindeutig einer nationalen Organisation zugeordnet werden (beispielsweise .MIL und .GOV in den USA, NHS.UK im Vereinigten Königreich - .EDU ist nicht auf die USA beschränkt!) oder eine internationale TLD wurde via Google Webmaster Tools eindeutig einem Staat zugewiesen (Subdomains auch verschiedenen Staaten!). Einige nationale TLDs (in Europa z.B. Frankreich) verlangen einen Wohnsitz im Land. Wie Google hier verfährt, kann man nicht genau sagen.

Passen IP-Range und TLD zusammen, kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen.

Im Zweifelsfall übertüncht jedoch ein Faktor: Das ist die Herkunft der eingehenden Link. Das ist der Grund, warum man mit jeder beliebiger TLD im Land der Wahl ein gutes Ranking erreichen kann (auch wenn die nationalen TLD im zugehörigen Land wohl immer noch einen kleinen Bonus genießen)

[MindMap als Download]

NACHTRAG: Die Herkunft der eingehenden Links ist ein gewichtiger Faktor, aber nur im Zweifelsfalle ausschlaggebend. Die Verlinkungsorgie des Kartoffelkönigs ist beispielsweise im Falle von MatthiasSuess.de was das Geotargeting angeht gefahrlos, da IP-Range, TLD und die gewichtigen Links eindeutig Deutschlands zuzuordnen sind.

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