OnPage Optimierung für Google
Am 4. Mai findet in Hannover das erste Mal die SEMSEO, eine kleine Suchmaschinenmarketer-Konferenz im Vorfeld des jährlichen SEO-Treffens (PubConferenz - nach der Örtlichkeit, einem irischen Pub), statt. Mit einem kurzen Beitrag zur Onpage-Optimierung werde ich auch dabei sein und weil ich schon lange nichts mehr zu diesem Thema geschrieben habe, gibt es an dieser Stelle noch einmal die Basics.
Wie sieht eine Zeitung ganz allgemein aus: Da gibt es den [A] Zeitungsnamen (”Handelsblatt”, “Volksstimme”, “Münchner Merkus”), auf der ersten Seite den [B] Aufmacher (der oftmals auf weiteren Seiten fortgeführt wird), [C] Bilder mit Bildbeschreibungen (die FAZ ist die einzige ohne Bild auf der ersten Seite); die einzelnen [D] Artikel haben eine [E] Überschrift, eine [F] Einleitung mit den wichtigsten Fakten, größere Artikel haben [G] Unterüberschriften; auf der Startseite befindet sich ein kleines [H] Inhaltsverzeichnis zu den einzelnen Rubriken und wichtigen [I] Beiträgen im Mantelteil; Zeitungen sollten [J] “dick” sein, damit die Leser was zu Blättern haben; Zeitungen, die schon über Jahre bestehen haben einen [K] Vertrauensvorsprung gegenüber Blättern, die frisch auf dem Markt sind; natürlich muss eine Zeitung [L] aktuell sein.
Allgemeines und optimierte Struktur: Alte Domains haben einen gewissen [K] Vertrauensvorsprung bei Google. Wer eine passende alte Domain erwerben kann (Tipp: Im Yahoo-Verzeichnis haben alle Domains schon ein gewisses Alter), sollte dieser den Vorzug vor einer Frischen geben. Sprechende Domains sind nicht nur für Menschen leichter zu merken, sondern werden auch von Google honoriert. Wenn sich ein Webprojekt um Mantua in der Lombardei dreht ist es von Nutzen, wenn Lombardei irgendwo im [A] Domainnamen vorkommt. Das soll jetzt aber kein Aufruf sein, kilometerlange Domain-Monster zu schaffen. Die Süddeutsche Zeitung hat schließlich auch in Norddeutschland eine große Leserschaft. Unterstützend zum globalen Thema sollte auch die [B] Startseite ausgerichtet sein; wenn wir also beim Thema bleiben: ein allgemeiner Artikel über Mantua mit [I] Verweisen auf weitere Unterseiten, beispielsweise “Sehenswürdigkeiten in Mantua”, “Hotel in Mantua”, “Essen und Trinken in Mantua”. Auf jede Unterseite gehört ein Menu [H]. Falls es sich einrichten lässt, sollten auch aus dem Text heraus zu den einzelnen Unterseiten sinnvoll gelinkt werden. Bilder in den Texten sollten einen Bildbeschreibung (Attribut Title) Da auch in der (normalen) Google-Suche oft nach “Bild” gesucht wird schadet es nicht, dieses Wort auch in die Beschreibung zu nehmen und auch im Text zu verwenden. Je mehr [J] Unterseiten ein Projekt hat, um so besser ist es für das Ranking. Es ist auch förderlich, Google immer mal wieder etwas neues zum Lesen zu geben und [L] neue Unterseiten einzufügen.
Wie soll nun eine optimierte Unterseite aussehen? Jede Unterseite sollte nur für einen Key optimiert werden und dieser ist im Idealfall eine Begriffskombination mit dem Hauptkey der Startseite (wie schon oben erwähnt … beispielsweise “Hotel Mantua”). Dann gehört dieses Key in ein aussagekräftigen Satz aus wenigen Wörtern verpackt und in den Title-Tag gescrieben. Das erste, was Google nach dem Body-Tag lesen möchte ist eine [E] Überschrift in H1, anschließend ein schöner mittellanger Text, ggf. mit weiteren [G] Unterüberschriften in H2 und H3 Tags. Natürlich gehört sich das Begriffspaar der Seite in die Überschrift, in anderen Kombinationen (evtl. auch einmal im Plural!) in die Unterüberschriften. Genau wie bei einem Zeitungsartikel sollte auch bei einem Online-Artikel das wichtigste am Anfang stehen, das Wunsch(begriffs)paar daher am besten gleich in den ersten Satz gebrauchen. Wenn dieses Begriffspaar drei bis fünf mal in einem normal langen Online Text (250 bis 350 Wörter) vorkommt, genügt das. Das erste Vorkommen darf ruhig in einem B-Tag, das zweite in einem I-Tag.
Was ist nun anders als bei einer Zeitung? Zum einen ist der im vorherigen Absatz genannte Title-Tag wichtig, zum anderen der Name des Dokuments (weg von den kryptischen index.php?cont=38348484839829-2323). Hier sollter das gewünschte Begriffspaar ebenfalls zu finden sein. Das leidige Thema Meta-Tags. Ausser dem Attribut Description und NOODP benutze ich keine. Selbst diese beiden Meta-Tags haben m.E. keine Auswirkung auf das Ranking, wohl aber auf das Klickverhalten der Sucher.
Es steht alles in diesen wenigen Zeilen (denk ich mal, was wichtiges fällt mir jetzt nicht wirklich mehr ein). Feinheiten gibt es dann im Redebeitrag, u.a. wie man AJAX-Anwendungen zugänglich macht.
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Kommentare
tja yankee, erklären will ich gar niemanden was und ob die konferenz den einzelnen etwas bringt, muss jeder für sich entscheiden. persönlich hätte ich auch “erklärungsbedürftigere” sachverhalte wie smm mit ins programm genommen.
[…] 1.) Die OnPage Optimierung Mit der Optimierung auf der Seite (onPage) ist die Strukturierung des Quellcodes gemeint, die darauf abzielt mit den gewünschten Begriffen oder Phrasen eine gute bzw. hohe Position auf den Suchergebnisseiten zu erreichen. Um dies zu erreichen empfiehlt es sich den Quelltext möglichst schlank und klar strukturiert zu präsentieren. Eine Zusammenfassung wie das in der Praxis angewendet werden kann, kann man bei Mathias Suess nachlesen […]
Dein Wort in den Gehörgang so manches Content-Verantwortlichen. Da hört man immer, SEO schränkt uns zu sehr ein. Das stattdessen sowohl Stil als auch Usability durch eine vernünftige Suchbegriffplatzierung bedient wird, wird dann oft nicht gesehen…
das einzige was mir bei dir evtl. noch fehlt wäre ein hinweis, “natürlich” zu bleiben - es also nicht zu übertreiben mit Suchwortddichte etc.
Für mich gehört interne Verlinkung und ggf. auch Community-Fördernde Elemente zum OnPage SEO… aber das ist Ansichtssache.
Magste mir deinen Vortrag schicken? (Sitze gerade selbt an ner Schulungspräsentation ;-))