Linktausch mit SEOs?

w&v … Google, die globale BedrohungVielleicht sind meine Beobachtungen falsch, aber ich befürchte nicht. Gerade Anfänger betreiben exzessiv Linktausch mit anderen Webmastern, die sie über einschlägig bekannte Foren finden. Eigentlich ist es nahe liegend, auf lange Sicht jedoch ungesund.

Um ein Projekt unverdächtig wachsen zu lassen heisst es nicht nur einen Bogen um Artikelverzeichnisse zu schlagen, sondern auch um SEO-belastete Webprojekte.

Gruselig wie wild da untereinander oft getauscht wird. SEO-Deutschland leistet sich Inzucht in Reinkultur.

Die meisten Einsteiger machen den Fehler, sich gleich auf Top-Themen wie Reise, Finanzen oder SMS zu stürzen. Ohne eigenes Netzwerk. Ohne fachliches Hintergrundwissen.

Wie sollte man also aus meiner Sicht vorgehen?

Nehmen wir einmal an, das Hauptziel wären die üblichen verdächtigen Keywords im Reisebusiness mit Schwerpunkt auf Österreich. Reisethemen sind an sich sehr dankbar, da man sich Expertentum anlesen kann. Unter anlesen verstehe ich echte Bücher; Inhalte die man im Internet findet umzuschreiben ist Mist (ganz deutlich gesagt!)

Was man jetzt braucht ist etwas Hirnhatz. Es müssen Themen her, die von anderen SEOs gemieden werden, da sie nicht lukrativ sind, aber trotzdem eine Beziehung zu Österreich haben. Geschichtliche Ereignisse sind dankbar, ebenso Persönlichkeiten, Kultur oder Sammelwut (Briefmarken, Münzen, etc.).

Einmalige Inhalte genügen, um mit Betreibern solcher spezieller Websites Links zu tauschen. Page Rank haben die meisten noch nicht einmal gehört. Manchmal bekommt man sogar eigene Unterseiten - wenn man entsprechend gute Inhalte anbieten kann. Hier macht das Arbeiten noch wirklich Spass. Links werden kaum entfernt, man muss nicht ständig aufpassen, um nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Mit etwas Ausdauer und Energie kann man über das Jahr gesehen bestimmt 50 kleine aber feine Projekte aufbauen und mit Links versorgen. Es muss nicht immer eine eigene Domain sein, auch die ein oder anderen Freehosting-Angebote sind interessant.

Hat man sein eigenes Linknetzwerk zusammen, kann man sich an das Hauptprojekt widmen. 50 Links sind es dann schon einmal. Während der Recherche nach potentiellen Linktauschpartnern für das Netzwerk ist man sicherlich auf jede Menge Foren und Communities stoßen (nebenbei bemerkt: diese haben oft exzellente Backlinks). Meist lassen sich dort ebenfalls Backlinks generieren. Hier 50 Backlinks anzusetzen ist sicherlich das Minimum. Zusammen wären es jetzt schon 100!

Die nächsten 100 sind auch nicht schwieriger. Strategien gibt es viele, die meisten werden wohl richtig sein. Man darf nur nicht wieder in das alte Muster zurückfallen und wahllos mit “SEOs” Links tauschen.

NACHTRAG: Man stelle sich einfach die Gesichter der Mitbewerber vor, wenn diese nach einer Backlinkanalyse feststellen müssen, dass so einfach an diese Links nicht zu kommen ist.

BILD: w&v 22/2007

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Kommentare

Guter Artikel, kann dir da voll zustimmen.

Eine Aussage ich die ich dir sofort unterschreibe.

aber wir wissen doch alles das bald schluss ist mit dem allzu beliebten linktausch der google algo spricht doch bereits wahre worte.wir warten ab was da noch kommt …

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