Links verstecken

Vor einem Jahr hatte ich schon einmal über die Problematik, Linknetzwerke wenigstens teilweise vor den Wettbewerbern zu verstecken, geschrieben. Da immer wieder Fragen dazu auftauchen, hier noch einmal das heisse Thema und diesmal sogar bebildert:

Jeder SEO versucht die Links zu bekommen, die der Mitbewerber auf seine Seite lenkt. Besonders interessant sind wertvolle Links.

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Je nach Kassenlage und Verständnis des SEO wird er auf kostenfreie oder kostenpflichtige Tools zurückgreifen. In der Grafik heisst unser Projekt W3, das vom Webprojekt “Sahne” einen Link bekommt. Ein Backlinkcheck auf W3 legt diesen Link offen. Eine mehr als unbefriedigende Situation, haben wir doch lange gesucht um eine Möglichkeit zu finden, genau diesen Link zu bekommen. Da kann man nichts machen, unsere Linkquelle “Sahne” ist enttarnt.

Der Backlinkcheck funktioniert nur, weil die verlinkende Seite “Sahne” es verschiedenen Diensten gestattet, die ausgehenden Links zu analysieren. Die meisten Backlinkchecker bauen auf Yahoo. Andere wie Sistrix oder SEOmoz nutzen noch zusätzlich eigene bzw. weitere Datenbanken, doch dazu später mehr.

Da wir unsere Linkquellen wahrscheinlich nicht dazu bewegen werden, diese Analyse zu verhindern, müssen wir einen Umweg gehen.

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Auf was wir zugreifen können ist unser eigenes Linknetzwerk. Dort können wir die Analyse verhindern. Ich persönlich unterscheide zwischen Webprojekten (W), die ein gutes Ranking haben sollen, und Satelliten (S), deren Existenzberechtigung nur darin besteht, dies zu unterstützen. Wenn wir also, statt von “De Luxe” direkt auf unser Projekt “W3″ zu linken, den Umweg über ein S gehen und bei S die Analyse verhindern, dann kann der Backlinkchecker keine Verbindung zwischen “De Luxe” und “W3″ herstellen. Genau das brauchen wir.

Das sinnvollste ist es, auf S eine eigene Unterseite (themenrelevant) für diesen Link anzulegen. Nur ein eingehender Link (von “De Luxe”) und nur ein ausgehender (auf “W3″) sollte den Wert nur minimal schmälern. Denkbar wäre auch eine 301 Weiterleitung über S, wobei ich das nicht so exzessiv betreiben würde. Mein Favorit ist die erste Lösung, vor allem wenn ich S auch für die Versorgung anderer W-Projekte verwende und von dort auch andere S-Projekte anlinke. Zum Linktausch nehme ich dieses spezielle S dann nicht mehr her. Die Power des “De Luxe”-Links soll möglichst im eigenen Netzwerk bleiben.

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Als durchaus sinnvoll hat sich in Linknetzwerken die Verlinkung in Kaskaden herausgestellt, denn wenn S bekannt ist, können die Backlinks von S natürlich analysiert werden.

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Einkomplettes Linknetzwerk kann dann wie auf der Grafik 3 aussehen: Im inneren Kreis liegen die wirklich wertvollen Projekte W1, W2 und W3. Im äußeren Kreis sind die Satelliten S angesiedelt. Bei S sind Yahoo, Sistrix, SEOmoz & Co. der Zugang verweigert. Google hat übrigens nichts dagegen, wenn sinnvoll im eigenen Netzwerk gelinkt wird. Die W-Projekte haben natürlich auch Links ausserhalb des äußeren Kreises, beispielsweise weil es freiwillige Links oder allgemein bekannte Links sind.

Die angepasste Robots.txt wird im nächsten Beitrag nachgereicht. Die Grafiken sind hochkomprimiert, damit der ungefragte Einbau in fremde Skripten nicht noch einmal passiert.

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Kommentare

Bezogen auf die 2.te Grafik: Würdest du den Link von “Deluxe” auf die Unterseite von “S” schicken auf der sich auch der ausgehende Link zu “W3″ befindet?

Würde ich so machen, genau. Eventuell würde sogar die besagte Unterseite nicht einmal intern verlinkt sein.

Eine wirklich interessante Analyse hast du hier aufgetan.

Vor kurzem erst bin ich in Bezug auf einen Backlink (Linktausch) per E-Mail angesprochen worden, nach einiger Zeit hat sich dann rausgestellt das der Anfragesteller für den Linktausch ein “Backlinknetzwerk” für ein größeres Unternehmen das sich mit dem Thema Kredite beschäftigt aufgebaut hat.

Natürlich habe ich mir das auch genauer angeschaut, verschiedene Whois, verschiedene Impressumsangaben, verschiedene Hoster, … und soweit ich das analysieren konnte wurde von keiner der Seiten auf eine andere Seite des Tauschnetzwerkes verlinkt, was ich persönlich auch für am sinnvollsten halte um das Netzwerk so “geheim” wie möglich zu halten.

Von den einzelnen künstlich aufgesetzten Content Seiten wurde dann allerdings fleißig aus Fließtexten heraus auf das eigentliche Unternehmen verlinkt…

Hallo Ben,

die Domains im äußeren Kreis darf meinetwegen jeder kennen. Was es m.E. zu verbergen gilt sind Links von Dritten, die “kriegsentscheidend” sein können.

Grüße

Sehr schöner Artikel. Fragt sich nur, wieso verstecken ;-)??? Aber das wird wohl immer ein “SEO-Geheimnis” bleiben. Vermutlich vor Neidern, etc. :)

Bitte mehr Artikel in der Art.

Gruß,
Felti

Links verstecken halte ich für Fragwürdig und schwer. Auf der einen Seite sollen SUMA´s die Links ja entdecken bzgl. der SERP-Auswertung und auf der anderen Seite will man die Links versteken, um die Konkurrenz auszuschalten. Ein sicher schweres Unterfangen.

Tja Chris, Spionagewerkzeuge mag ich nicht, da verzichte ich lieber auf den Minitraffic von Yahoo.

@ Chris: Bin deiner Meinung, frage mich echt wie manche das schaffen.

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